Southern Most & Travels with Jeff
112 Seiten, 120 x 175 mm,
2-Farb Risodruck (@ Risokeller, Drucken3000 & kunsthochschule weißensee), Fadenheftung (@ kunsthochschule weißensee), Umschlag & diverse Begleitmaterialien
Unterstützt durch Christoph Link, Frank Beez, Stavros Gialamidis, Lias Sinram
Sprache: englisch
Auflage: 200
Die Geschichten in „Southern Most & Travels With Jeff“ sind wilde Porträts der Schattenseiten Amerikas, geschrieben im Stil von Kerouac oder Vollmann, wären diese von Graffiti besessen und hätten ihre lyrische Prosa auf die Schmutzigkeit der Südstaaten konzentriert.
Die Geschichten sind zwei Reiseberichte durch das Amerika des frühen 21. Jahrhunderts; mehrere Reisen, die sich überlagern und deren gemeinsames Ziel die seltsame sumpfige Halbinsel namens Florida ist. Die Hauptfiguren sehen die Welt durch die Brille eines Außenseiters. Es geht um Graffiti, um das Mitfahren auf Güterzügen, um die Suche nach einem Schlafplatz und um das Ausweichen vor der Polizei. Adam Void positioniert die Vergangenheit als wiederkehrendes Gespenst, das die Realität mit Geschichten von dem letzten Mal, als „wir hier waren“, von dieser einen perfekten Fahrt vor Jahren und von dem Bemalen jener Stellen, die vielleicht längst übermalt wurden, aber immer noch in unseren Köpfen herumspuken, würzt. Es gibt ein Gefühl von Zeit und Altern in der realen Welt, während sie gleichzeitig in ihrer seltsamen Fantasiewelt nach ewiger Jugend streben. Dies sind keine Geschichten von hartgesottenen Straßenkönigen oder verkrusteten Road-Kids. Southern Most & Travels With Jeff scheinen eine Verletzlichkeit und Menschlichkeit zu zeigen, die in subkulturellen Erzählungen manchmal fehlt, während sie gleichzeitig eine mit Graffiti verzierte Meta-Landschaft widerspiegeln, in der ständig Botschaften gesendet und empfangen werden.
Das Buch selbst ist ein exquisites, kollektiv produziertes Kunstwerk. Matthias Hübner und Stavros Gialamidis haben dem Design und den Schriftarten mit unendlichen Variationen und künstlerischen Verzierungen eine einzigartige und persönliche Note verliehen. Gedruckt im RisoKeller in Weissensee, verleiht die zweifarbige Risografie den Seiten ein warmes und unvollkommenes Gefühl. Auch Adam Voids kreative Hand ist durchgehend präsent, in verschiedenen Zeichnungen, Fotografien und Ephemera. An verschiedenen Stellen im Buch sind reproduzierte Polaroids, Informationsbroschüren und Papierfetzen eingefügt, die das Abenteuer auf eine neue Ebene heben.